Koboldbann

Regen tropft, die Erde feucht

Kleingetier gen Himmel fleucht

Würmer graben Löcher fein

Die Rose reckt das Blütelein

In tiefster Nacht da stapft ein Wicht

Ein grober Umriss tritt ins Licht

Er macht sich an das Haus heran

Doch auf der Stub‘ da liegt ein Bann

Von bräunlich grüner Haut geziert

Mit spitzen Ohren ausstaffiert

Ein Wesen sich im Garten regt

Sich flux und flink zum Haus bewegt

Es klickt im Schloß der Dietrich leis‘

Schon oft kam er auf diese Weis

Ganz einfach in die Häuser rein

Und stahl ganz flink den teuren Wein

Der Schurke streckt die Hände aus

Er nimmt sich eine Flasche raus

Viel zu spät hat er entdeckt

Was sich dort im Dunklen reckt

Die Gabel für das Futter-Heu

Der Kobold ist da gar nicht scheu

Die spitzen Zacken wie ein Pfeil

In des Schelmes Hinterteil

Die Flaschen aus der Diebes Hand

Von der Magie des Gnoms gebannt

Landen sanft aber sofort

An ihrem angestammten Ort

Der bleiche Dieb hat keine Wahl

Als die Flucht vor dieser Qual

Durch die Tür, raus in die Nacht

Der Koboldbann er ist vollbracht

Und die Moral von der Geschicht‘

Unterschätze nie den Kobold nicht. 😉

written by Philipp Müller

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